Kleiner E-Mail-Knigge

Wie Sie Ihre privaten Mails gestalten, das ist ganz Ihrem Geschmack überlassen. Sobald eine Mail aber an eine Person gerichtet ist, die nicht zu Ihrem Freundeskreis gehört, sind einige Regeln zu beachten. Einen Brief an einen Herrn Müller würden Sie selbstverständlich mit der Anrede „Sehr geehrter Herr Müller“ beginnen. Das gilt genau so für Mails. Falls es etwas lockerer sein soll, geht auch „Guten Morgen, Herr Müller“, oder falls Sie ihn schon kennen, „Hallo, Herr Müller“.
Alles andere wäre zu familiär und damit unprofessionell. In der Anrede hat auch der Vorname von Herrn Müller nichts zu suchen.
Eine E-Mail ist nichts anderes als ein Brief, nur eben nicht auf Papier geschrieben und im Umschlag mit Briefmarke verschickt. Einen geschäftlichen Brief beendet man höflicherweise mit der Floskel „Mit freundlichen Grüßen“. Und so lassen Sie bitte auch Ihre Mail enden. Die nützlichen Abkürzungen wie mfg oder LG, die man in der SMS verwendet, haben am Ende einer Mail nichts zu suchen. Es wirkt sehr unhöflich, wenn man sich nicht einmal die Mühe macht, freundlich gemeinte Grüße auch auszuschreiben. Wenn ich die Person, an die ich gerade maile, schon etwas besser kenne, kann ich auch gern herzliche oder liebe Grüße schicken, die aber bitte auch nicht abgekürzt.
Eine Mail unterschreibt man mit dem vollen Namen. Wenn Sie ein Schreiben nur mit Ihrem Vornamen beenden, wirkt das sehr vertraulich oder etwas kindlich, nur der Familienname kommt eher barsch und unfreundlich rüber, und das wollen Sie doch nicht, oder?
Wenn sich ein Mail-Dialog entwickelt, also die angeschriebene Person Ihnen antwortet, und Sie wiederum antworten, kann man zu einer kürzeren Form übergehen und Anrede und Grüße weglassen. Es gibt übrigens Untersuchungen darüber, dass höfliche Mails schneller beantwortet werden. Sagt Ihnen mit freundlichen Grüßen Karin Wilcke

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